Handwerkzeug
Instrumente und Sound
Für diejenigen, die es genauer wissen wollen, schreibe ich hier über meine Handwerkzeuge, die mir lieben Instrumente und wie ich sie zum Klingen bringe.
Die Gitarren
K.Yairi DY-62
Sie ist meine treue Gefährtin seit 1989. Die Gitarre stammt aus einer auch heute noch handwerklich arbeitenden familiären Werkstatt in Kani/Japan. Es ist eines der Instrumente, die man einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich schicke an dieser Stelle ein dickes Lob an den begnadeten Gitarrenbauer ins weltweite Netz, der dieses Instrument dereinst gerfertigt hat.
Alhambra
Im Studio habe ich bei einigen Stücken eine Klassische spanische Gitarre gespielt. Ich habe sie 1987 auf der Rambla in Figueras erstanden. Wir waren auf einer Straßenmusiktour, ich brauchte eine neue Gitarre und trug einen riesigen Sack mit Kleingeld in den Laden. Diese Gitarre ist so was von mit mir verwachsen, dass ich sie nicht für zehn solcher Säcke hergeben würde. Sie hat allerdings kein Pickup System, so dass ich sie auf der Bühne nicht einsetze.
Die Sitar
Wieviele Saiten hat eine Sitar?
Ich glaube, die häufigste Frage ist die Frage nach der Anzahl der Saiten. In der Regel sind es 20 Saiten, aber die Resonanzsaiten reißen häufiger und da es mühsam ist, sie in den hohlen Hals zu fädeln, warte ich oft lange, bis ich sie wieder aufziehe. Trotz der vielen Saiten spiele ich aber meist nur eine einzige. Die restlichen unterstützen den Klang und tragen so zu diesem obertonreichen Sound bei.
Bühnensound
Auf der Bühne verstärke ich die Sitar mit einem kleinen Körperschallwandler Mikro von AKG (C 411). Es erzeugt einen natürlichen Klang und wenn ich mit Band auftrete hat es den Riesenvorteil, dass es kein Feedback gibt.
Gebaut von Ni Tai
Meine Sitar wurde 1997 mit vielen Chais und Gesprächen in einer kleinen Werkstatt irgendwo in einer der engen Gassen von Varanasi gebaut. Einen Monat lang fuhr ich fast täglich zu Ni Tai um zu sehen, wie weit das Werk gediehen war. Ni Tai legte dann in guter alter indischer Sitte etwas gequält den Kopf quer und bestellte neuen Tee. Er war der Haus-und Hofinstrumentenbauer der Benares Hindu University und hatte allerhand zu tun. Damals war er wahrscheinlich um die achtzig Jahre alt, arbeitete auf dem nackten Betonboden mit so gut wie gar keinem Werkzeug. So, und dieses Instrument im sogenannten Vilayat Khany Style ist nun meine Sitar. Relativ wenig verziert, ohne zweiten Resonanzkürbis, wie es nach dieser Schule üblich ist.
Mein Lehrer Goswamij
Mein damaliger Lehrer war Mr. Goswami. Dem geneigten Leser möchte ich nahelegen, sich das eine oder andere seiner Videos auf Youtube anzuschauen. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Geduld, denn ich bin nicht unbedingt ein Musterschüler, gerade wenn es um Disziplin und Üben geht. Ich habe den Pfad des klassischen Indischen Sitarspiels auch rasch wieder verlassen und viel ausprobiert und improvisiert. Hier kann ich das ja verkünden. Goswamij würde wahrscheinlich missbilligend die Brauen heben.
Mein Sitarspiel
Auf Mein Land spiele ich im Overdub drei Sitars übereinander. Das macht kein Inder. Zwar ist die Grundmelodie aus Indien, aber bei mir wird sie zu einem getragenen Walzer. Die Sitar ist im Grunde ein sehr ausgeklügeltes Borduninstrument, also mit Dudelsäcken und Drehleiern verwandt. So habe ich mich auch an keltische und irische Stücke herangewagt. Die Einflüsse und Erkenntnisse über diese Klangspektren sind auf meinen Konzerten zu hören.
Indische Klassik
Der Kontakt zu den Wurzeln in der Indischen Klassik bleibt bestehen. Ich arbeite beständig weiter daran, diesen Zauber zu begreifen. Ich empfehle jedem, der meine Musik mag, sich Sitarmusik von Ustad Vilayat Khan, Ustad Shujaat Khan, Ustad Imrat Khan und Ustad Rais Khan zu besorgen. Wie man im Netz darauf Zugriff erhält, ist jedem Surfer sicher geläufig.
So und zuguter Letzt habe ich noch eine wahre Perle für jeden, der sich für dieses Instrument interessiert. Der Link führt zur besten Seite für indische Musik, die ich in Deutschland kenne. Da ich dich natürlich gerne auf meiner Seite halten möchte, schau einfach später rein, denn dort kann man lange bleiben. Danke
Die Verstärker
Es ist bei meinem Programm ausserordentlich wichtig, dass ihr, die ihr im Saal sitzt, wirklich mühelos jedes Wort verstehen könnt. Dies ist in der Regel keine Frage der Lautstärke, sondern fast ausnahmslos eine Frage des Sounds.
Roland AC 90
Auf der Suche nach einem guten Akkustikverstärker bin ich in diesem Jahr bei diesem kleinen Goldstück fündig geworden. Dieser Verstärker reicht mir quasi als Mini PA für kleinere Auftritte.
HK LUCAS
Wenn die Veranstaltung größer ist, dann stöpsel ich alles in die gute alte HK LUCAS 1000 Gesangsanlage. Das ergibt eine Brillianz und Klarheit im Klang, dass ich als Soundgourmet voll auf meine Kosten komme.
Effekte
Ich habe ein paar kleine Helfer mit an Bord.
Digitec Jamman
Der Loopplayer ermöglicht es mir, mich Live selbst zu begleiten. Ich bestehe darauf, dass ich dies auch immer vor euren Augen, bzw. Ohren live einspiele.
Line 6 Pod xt
Für gelegentliche Effekte




